Was mich umtreibt

Ich möchte diese persönliche website nutzen, um darüber zu schreiben, was mich ganz persönlich in meinem öffentlichen Leben und Handeln umtreibt und was ich als meine persönliche unternehmerische Herausforderung sehe. Das versuche ich in einzelnen Beiträgen ganz subjektiv und persönlich darzustellen.

Die grundsätzliche Industrie 4.0 Idee, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zur Nutzung von Energie- und Materialströmen transparent abbilden können finde ich großartig. So hätte, beispielsweise im Energiesektor, der Kühlschrank jederzeit die Information, wie es gerade in der gesamten Energieversorgungssituation aussieht und auch andersherum hätten die Energieerzeuger und Verteiler dann eine genaue Information über die aktuelle Systemlast. Bezogen auf die industrielle Produktion verspricht die Industrie 4.0 Vision eine Zukunft, in der die Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zur Nutzung des Endproduktes transparent miteinander verbunden sein kann.

Diese Vision bietet gerade in Hinblick auf die zur Erreichung eines 100% Erneuerbaren Energiekomplexes notwendige Flexibilisierung des gesamten Energiesystems unglaubliche Potentiale. Theoretisch könnte jede Maschine nicht nur aufgrund von theoretischen Produktionsanforderungen sondern auch anhand von aktuellen Strompreisinformationen gesteuert werden. Das hätte den Vorteil, dass die Industrie aber auch Haushalte ihre Potentiale für ein virtuellen Energiespeicher dem System automatisiert zur Verfügung stellen könnten.

Im Zuge meiner Arbeit an so einem verteilten Lastmanagementsystem bin ich im Jahr 2016 aber auf das wichtige Grundproblem der Gewährleistung des Datenschutzes in so einer vollvernetzten Welt gestoßen. Mit herkömmlichen, zentral gesteuerten Datenmanagementsystemen würden bei der Kommunikation von allen Zustandsdaten, die in Haushalten, Produktionsanlagen oder anderen Organisation anfallen auch alle Informationen zentral vorgehalten werden, was dem Datenmissbrauch Vorschub leisten würde.

Dazu habe ich dann im Namen der MioSol GmbH ein Gebrauchsmuster am Deutschen Patentamt für ein Verfahren beantragst, dass ich System-inhärentes Datenschutzsystem für intelligente Kommunikationssysteme genannt habe. Dieses kleine Patent mit der Nummer DE 202016000773 U1 stelle ich hier in Form des gewährten Antragstextes vor:

Die Blockchain-Technologie und die damit zusammenhängende Entwicklung von digitalen Smart Contracts eignet sich nicht nur dazu alternative Währungen zu entwickeln, wie es bei Bitcoin der Fall ist. Seit ich 2014 Ethereum entdeckt habe, wurde mir klar, dass hier eine disruptive Technologie entsteht, die viele neue Möglichkeiten des Gestaltens von Gesellschaft birgt. Aber je faszinierter und begeisterter ich über Blockchain basierte Lösungen nachgedacht habe, desto mehr ahne ich, dass diese neuen Möglichkeiten auch ein zweischneidiges Schwert sein können. 

Eine Vielzahl an Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Initiativen erforschen gerade die Einsatzmöglichkeiten. Auch für öffentliche Verwaltungen und Staaten mögen sich Chancen bieten. Erkennbar wird, dass die Blockchain-Technologie – oder auch Distributed Ledger Technologie – Einzug in die Verwaltung vieler Lebensbereiche halten könnte. Zwei Gestaltungsdimensionen erschließen sich entsprechend:

  1. Wie können wir neue digitale Technologien wie Blockchains für die Förderung von konkreten sozialen, kulturellen und ökologischen Gemeingütern nutzen?
  2. Welche Gefahren bergen sie andererseits für das Gemeinwohl? Wie wehren wir Gefahren ab und dämmen Schäden für Gemeingüter ein?

Diese beiden Dimensionen habe ich gemeinsam mit meinem guten Freund Julio Lambing in zwei Tagungen am 25. August und 20. Oktober 2018 im Namen von e5 und  dem Verein zur Erforschung zukunftsfähiger Lebensweisen e.V.  mit interessierten Experten diskutiert. Vorerst haben wir uns das Thema folgendermaßen zurecht gelegt:

Ich habe zwischen 2011 und 2013 als Geschäftsführer das erste und hoffentlich auch das letzte Mal in meinem Leben ein Insolvenzverfahren einer GmbH begleitet.

Denn die G+P GmbH musste am 21. Februar 2011 leider einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Das Insolvenzverfahren wurde nach sorgfältiger Prüfung vom Gericht am 07.08.2013 ohne jegliche Auflagen für mich als Geschäftsführer aufgehoben. Die Gesellschaft ist dann in der Folge automatisch liquidiert worden.

Wie viele Menschen mit Unternehmerblut bin ich ständig auf der Suche nach neuen Geschäftsansätzen. Interessieren tun mich dabei die Bereiche Erneuerbare Energien und nicht erneuerbare Ressourceneffizienz. Für Nichtunternehmer ist meine Art des Umgangs mit neuen Geschäftsideen gar nicht leicht zu verstehen. Wieso immer wieder neue Geschäftsideen? Da mein Weg mir erfolgversprechend erscheint, aber oft auf Missverständnisse stößt, möchte ich mich hier einmal erklären.

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